Bike & Ride als Mitarbeiter-Benefit: So pendeln Ihre Mitarbeiter stressfrei ins Büro

Luca Steffens
Probonio Benefits-Experte
Lesezeit: 4 Minuten
Aktualisiert: 21. Mai 2026
Jeden Morgen dasselbe Bild: Stau auf der Autobahn und genervte Gesichter hinter den Windschutzscheiben. Ob A8 Richtung München, A1 und A7 durch Hamburg oder A100 in Berlin – wer täglich aus dem Umland in die Stadt pendelt, kennt das Gefühl. Viele Mitarbeiter kommen so gestresst, verspätet oder schlicht erschöpft im Büro an.
Was wäre, wenn Sie als Arbeitgeber dazu beitragen könnten, das zu ändern? Und dabei gleichzeitig ein starkes Benefit-Signal setzen, das bei der Jobwahl den Unterschied macht? Spoiler: Es geht – mit Kombiverkehr, also der Kombination verschiedener Verkehrsmittel.
Das Stau-Problem kostet Ihr Team mehr als nur Nerven
Rund 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland pendeln zur Arbeit. Und mit dem Wachstum der Ballungsräume wächst auch der Verkehr. Laut einer Analyse des Verkehrsdaten-Anbieters INRIX standen deutsche Pendler 2024 im Schnitt 43 Stunden im Stau – das entspricht fast einer ganzen Arbeitswoche.1 Das Bild ist überall ähnlich: Wer morgens zwischen 7:00 und 9:00 Uhr in München, Berlin oder Köln auf den Hauptausfallstraßen unterwegs ist, plant besser eine Stunde Puffer ein. Oder sogar zwei. Spitzenreiter war 2022 München mit 74 Staustunden pro Jahr, gefolgt von Berlin mit 71 und Hamburg mit 56 Stunden.2
Für Unternehmen bedeutet das: Mitarbeiter, die täglich im Stau stehen, kommen gestresster bei der Arbeit an, sind weniger konzentriert und suchen früher oder später nach einem Arbeitgeber, der ihre Situation ernst nimmt.
Ein Beispiel aus der Praxis: Von Augsburg nach München
Variante 1: Mit dem Auto
Wer werktags um 07:00 Uhr in Augsburg losfährt, landet mitten in der Hauptverkehrszeit auf der A8. Google Maps gibt dafür realistisch 60 bis 90 Minuten an – je nach Verkehrslage sogar mehr. Dazu kommt:
Parkplatzsuche am Ziel (München Hauptbahnhof / Innenstadt): oft 10–20 Minuten extra
Parkkosten: Monatsparken in einer Tiefgarage in Münchner Zentrumsnähe kostet 119–288 Euro5
Spritkosten: bei ~70 km einfacher Strecke und einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 l/100 km rund 280–350 Euro im Monat6
Verschleiß, Versicherung, Wertverlust: je nach Modell können mehrere hundert Euro pro Monat fällig werden7
CO₂: ca. 390 kg pro Monat für einen Mittelklasse-PKW auf dieser Strecke
Fazit Auto: Täglich bis zu 1,5 Stunden Fahrzeit, Stress pur – und Kosten von ca. 25–35 Euro pro Tag, die zur Gänze beim Mitarbeiter hängen bleiben.
Variante 2: Fahrrad + Zug
Jetzt das Gegenmodell und hier wird es interessant.
- Schritt 1: Mit dem Fahrrad zum Bahnhof Augsburg
Mit dem Rad von einem beliebten Wohnviertel am Stadtrand von Augsburg zum Hauptbahnhof: etwa 10–15 Minuten, 3–5 km, je nach Wohnlage. - Schritt 2: Mit dem Zug nach München
Der Regionalexpress von Augsburg nach München Hauptbahnhof fährt mehrfach stündlich und benötigt nur 34 Minuten – ohne Stau, ohne Parkplatzsuche.8 Wer es noch schneller braucht: Der ICE schafft die Strecke in nur 26 Minuten. - Schritt 3: Zu Fuß oder per Rad zum Arbeitsplatz
Vom Münchner Hauptbahnhof aus ist die Münchner Innenstadt in wenigen Gehminuten oder mit der U-Bahn bzw. S-Bahn erreichbar – Thomas tankt wertvolle Frischluft, um mit klarem Kopf in einen produktiven Arbeitstag zu starten.
Fazit Zug + Rad: Gesamtdauer ca. 50–55 Minuten, davon nur 34 Minuten Zugfahrt. Kein Stau, keine Parkplatzsuche, kein Stress. Und die Zeit im Zug? Die gehört ganz Thomas – zum Lesen, für Mails, Podcast oder einfach einen ruhigen Start in den Tag.
„Aber ich wohne nicht direkt beim Bahnhof!“
Das häufigste Gegenargument: „Ich wohne nicht fußläufig zum Bahnhof." Und das stimmt oft. Aber genau hier liegt die Chance für Arbeitgeber. Mit einem guten Fahrrad – und das muss heute kein Schweißtreiber mehr sein, E-Bikes sei Dank – werden 3, 5, sogar 7 Kilometer zur Bahnstation zum Klacks.
Die gute Nachricht: Die Infrastruktur ist auf dem Vormarsch. Die Deutsche Bahn betreibt aktiv ihre Bike+Ride-Offensive und stellt Kommunen DB-eigene Flächen mietfrei zur Verfügung, um tausende neue Fahrradabstellplätze direkt an Bahnhöfen zu schaffen.9
Was Sie als Unternehmen konkret tun können
Deutschlandticket & Jobticket: mit dem richtigen Tarif wird die ÖPNV-Fahrt noch günstiger
Wer weiterdenkt, kombiniert Bikeleasing mit ÖPNV-Förderung. Ob Deutschlandticket als Jobticket, ÖPNV-Zuschuss oder Fahrkostenzuschuss– solche Leistungen sind für Arbeitgeber steuerlich attraktiv und werden zunehmend zum handfesten Recruiting-Argument. Zusammen mit Bikeleasing entsteht ein Mobilitätspaket, das für viele Mitarbeiter das Auto schlicht überflüssig macht.
Noch einen Schritt weiter geht das flexible Mobilitätsbudget von Probonio: Statt einzelner, starrer Benefits erhalten Mitarbeiter ein monatliches Budget, das sie per App ganz flexibel für ihre individuelle Mobilität einsetzen können – ob ÖPNV-Ticket, Fahrkostenzuschuss oder eine Kombination davon. Für Sie als Arbeitgeber ist das steuerlich optimiert und vollständig digital abgebildet.
Der Nachhaltigkeitsfaktor: Was Ihr Unternehmen gewinnt
Die Zahlen sprechen für sich: Laut Deutsche Bahn stoßen ihre Züge nur ca. 4,2 g CO₂ pro Personenkilometer aus – ein durchschnittlicher Pkw kommt auf rund 147 g pro Personenkilometer.11
Wer täglich zwischen Augsburg und München pendelt – hin und zurück also rund 140 km – und vom Auto auf die Bahn umsteigt, spart rund 4,4 Tonnen CO₂ pro Jahr (gerechnet mit ca. 220 Arbeitstagen, auf Basis 140 km täglich und dem Unterschied Pkw vs. Bahn).
Jeder Mitarbeiter, den Sie mit Bikeleasing zum Umstieg vom Auto auf Zug + Rad bewegen, hat das Potenzial, Tonnen an CO₂ einzusparen – und das können Sie als Unternehmen sichtbar machen: im Nachhaltigkeitsbericht, im Employer Branding, in der Kommunikation nach außen. Nachhaltigkeit ist kein Trend mehr. Es ist ein Entscheidungskriterium für Talente, Kunden und Investoren gleichermaßen.
Fazit: Ein kleiner Schritt für Sie, ein großer für Ihr Team
Das Auto wird nicht verschwinden. Aber für das tägliche Pendeln in Deutschlands Ballungsräumen bietet die Kombination aus ÖPNV und Fahrrad eine echte Alternative.
Als Arbeitgeber können Sie diesen Wandel aktiv unterstützen: mit Dienstrad-Leasing als niedrigschwelligem, wirkungsvollem Benefit. Der Aufwand für Sie ist minimal. Der Unterschied für Ihre Mitarbeiter? Jeden Morgen spürbar.
Sie möchten Ihren Mitarbeitern das Pendeln erleichtern und gleichzeitig als Arbeitgeber punkten? Wir zeigen Ihnen in einem kostenlosen Beratungsgespräch, wie Sie Bikeleasing oder das flexible Mobilitätsbudget schnell und unkompliziert einführen können.
