Mehr Netto vom Brutto 2026: Mehr Gehalt dank Mitarbeiter-Benefits

Luca Steffens
Probonio Benefit-Experte
Lesezeit: 7 Minuten
Aktualisiert: 15. April 2026
Das Leben wird immer teurer – vor allem Angestellten fällt das auf. Daher steigt gerade auch aktuell der Wunsch danach, mehr Netto vom Brutto zu bekommen. Doch mit welchen Methoden kann man ein höheres Nettogehalt bekommen? Dieser Artikel gibt Tipps und Hinweise an die Hand, die dabei helfen, mehr Netto vom Brutto 2026 zu erhalten.
Das Wichtigste in Kürze
Immer mehr Menschen ist es wichtig, mehr Netto vom Brutto zu bekommen, um mehr Geld zur Verfügung zu haben.
Das Nettogehalt ist das, was nach Abzügen von Steuern und Sozialabgaben vom Bruttogehalt übrigbleibt.
Wie man mehr Netto vom Brutto 2026 erhalten kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Gerade Mitarbeiter-Benefits tragen dazu bei, dass Angestellten mehr Netto vom Brutto bleibt.
Was bedeutet es, mehr Netto vom Brutto 2026 zu bekommen?
Immer mehr Arbeitnehmer sind nicht damit zufrieden, was sie netto als Arbeitsentgelt erhalten. Grundsätzlich gibt es das Brutto- und das Nettogehalt. Während das Bruttogehalt wesentlich höher ist, handelt es sich beim Nettogehalt um einen wesentlich kleineren Teil. Das liegt an den Abzügen, die jeder Arbeitnehmer leisten muss. Steuern und Sozialabgaben sind es, die das Netto vom Brutto kleiner werden lassen.
Das, was auf dem Konto des Arbeitnehmers landet, ist das Nettogehalt. Es ist das Geld, das ihm tatsächlich zur Verfügung steht.
Folgende Positionen werden vom Bruttoentgelt abgezogen, um das Nettoentgelt zu erhalten:
- Lohnsteuer: Den größten Teil der Abzüge vom Bruttoentgelt macht die Lohnsteuer aus. Sie hängt vom persönlichen Steuersatz ab.
- Solidaritätszuschlag: Ergänzend zur Einkommens- und Lohnsteuer kommt der Solidaritätszuschlag – oder auch nur kurz „Soli“ genannt – hinzu.
- Kirchensteuer: Sie wird nur bei denjenigen abgezogen, die kirchensteuerpflichtig sind. Konfessionslose Menschen beispielsweise sparen sich diesen Abzug.
- Sozialversicherungsbeiträge: Sowohl Arbeitgeber als auch -nehmer zahlen Beiträge zur Rentenversicherung (je 9,3 %), Krankenversicherung (je 7,3 % plus Zusatzbeitrag), Arbeitslosenversicherung (je 1,3 %) und Pflegeversicherung (je nach Anzahl der Kinder und Familienstand) vom Bruttoentgelt.
Gerade dann, wenn die Inflation hoch ist und die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen, ist das Thema „mehr Netto vom Brutto“ immer wichtiger. Damit steigt auch die Relevanz von Mitarbeiter-Benefits.
Die wichtigsten Steuerentlastungen 2026
Wer sich dafür interessiert, 2026 mehr Netto vom Brutto zu erhalten, sollte sich mit dem Steuerfortentwicklungsgesetz beschäftigen. Dieses ist es, das wichtige Änderungen mit sich bringt, die Arbeitnehmer und Familien 2026 finanziell entlasten sollen. Das Ziel ist es, mehr Netto vom Brutto und damit mehr finanzielle Möglichkeiten zu erhalten.
Doch auf welche Steuerentlastungen kann man sich 2026 freuen?
Erhöhung des Grundfreibetrags
Der Grundfreibetrag soll im Jahr 2026 um 252 Euro auf 12.348 Euro steigen. Wer verheiratet ist, profitiert vom doppelten Grundfreibetrag.
Anpassung des Kinderfreibetrags
Der Kinderfreibetrag wird 2026 auf 9.756 Euro angepasst. Das Kindergeld ist auch angestiegen: Eltern können sich über ein Plus von 4 Euro, also insgesamt 259 Euro freuen.
Besondere Regelungen für spezielle Gruppen
Auch Minijobber sollen einen neuen Vorteil genießen: Die Verdienstgrenze wurde auf 603 Euro angehoben, sodass auch hier mehr Netto vom Brutto entsteht. Der Mindestlohn wurde im Jahr 2026 von 12,82 Euro pro Stunde auf 13,90 Euro erhöht.
Somit kann man zusammenfassend sagen: 2026 gibt es durchaus Entlastungen, die dafür sorgen sollen, dass Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto erhalten. Was unterm Strich dabei herauskommt, hängt individuell von der eigenen Situation ab. Doch nicht jeder sieht die Änderungen 2026 in seinem Nettogehalt merklich.
Auswirkungen der Steuerentlastungen auf verschiedene Arbeitnehmergruppen
Wie wirken sich die Steuerentlastungen 2026 darauf aus?
Geringverdiener und Familien: Sie profitieren von der Erhöhung des Grundfreibetrags auf 12.348 Euro und vom angehobenen Kindergeld auf 259 Euro monatlich. Wer in einem Minijob tätig ist, genießt eine höhere Verdienstgrenze von 603 Euro, sodass insgesamt mehr verdient werden kann. Auch der Sofortzuschlag für einkommensschwache Familien entlastet weiterhin gezielt.
Mittleres Einkommen: Die Steuerentlastungen 2026 wirken gemischt, da höhere Sozialabgaben (z. B. Zusatzbeitrag KV bei 2,9%) oft die Effekte schmälern – dennoch bleibt mehr Netto vom Brutto als zuvor möglich. Verheiratete mit Kindern profitieren stärker als Alleinstehende.
Gutverdiener: Hier führen höhere Beitragsbemessungsgrenzen (z. B. KV/PV: 5.812,50 Euro) und stabile Krankenversicherungsbeiträge zu stärkeren Abzügen, ohne Anpassung des Reichensteuersatzes.
Die Steuerklasse hat bei Ehepaaren große Auswirkungen auf das Netto 2026. Kinderfreibeträge (9.756 Euro) greifen ab ca. 83.000 Euro zu versteuerndem Einkommen bei Verheirateten; Singles sind tendenziell stärker belastet.
Zusammenfassend hängen die Effekte der Steueränderungen 2026 von individuellen Faktoren ab – eine persönliche Berechnung (z. B. mit dem BMF-Rechner) zeigt genau, wie viel Netto vom Brutto bleibt.
Mehr Netto vom Brutto 2026 mit Freibeträgen
Wie genau nutzt man Freibeträge, um 2026 mehr Netto vom Brutto zu erhalten? Arbeitnehmern steht es zu, verschiedene Freibeträge zu nutzen. Diese senken die Steuerlast und ermöglichen, dass am Ende ein höheres Nettoeinkommen erzielt wird.
Grundlegende Freibeträge: Automatisch berücksichtigt wird der Grundfreibetrag in Höhe von 12.348 Euro. Hinzu kommt ein Kinderfreibetrag von 9.756 Euro pro Kind und der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 4.260 Euro und 240 Euro pro weiteres Kind.
Kinderbetreuungskosten: 4.800 Euro können pro Kind in einem Alter von bis zu 14 Jahren angegeben werden. 80 % der Aufwendungen werden berücksichtigt.
Unterhaltszahlungen: Der Maximalbetrag 2026 liegt bei 12.348 Euro, wenn die Bedürftigkeit des Empfängers nachgewiesen wird.
Werbungskosten: Die Pauschale wird automatisch berücksichtigt. Bei höheren Beträgen sind zusätzliche Freibeträge möglich. Zu den Werbungskosten zählen klassischerweise Fortbildungskosten, Arbeitsmittel und Fahrtkosten zur Arbeit.
Gesundheitsbonus: Pro Person können jährlich 150 Euro als Gesundheitsbonus steuerfrei als Bonusleistung der Krankenkassen geltend gemacht werden. Höhere Beträge muss der Arbeitnehmer entsprechend nachweisen.
Der Beantragungsprozess für Freibeträge ist nicht schwierig. Der Antrag wird beim zuständigen Finanzamt gestellt. Dazu werden Nachweise der Ausgaben benötigt. Nach Genehmigung erfolgt eine Eintragung auf der Lohnsteuerkarte. Arbeitnehmer sollten nun nur noch ihre monatliche Gehaltsabrechnung prüfen, ob die Änderung umgesetzt wurde.
Rechenbeispiel: Steueränderungen und ihre Auswirkungen auf Einkommensgruppen
Wie wirken sich die steuerlichen Änderungen 2026 in der Praxis aus? Die Effekte sind individuell, aber ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Trends.
Der Arbeitnehmer in unserem Beispiel ist ein durchschnittlich gut verdienender Single der Steuerklasse 1 mit 4.000 Euro brutto im Monat. 2025 erhielt er ca. 2.601 Euro netto, während er 2026 etwa 2.620 Euro netto ausgezahlt bekommt (basierend auf BMF-Rechner und Tarifanpassungen).
Somit ergibt sich trotz höherer Sozialabgaben ein leichtes Plus von ca. 19 Euro. Der Hauptgrund sind Steuerentlastungen wie der Grundfreibetrag (12.348 Euro), die die Erhöhung des KV-Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9%) überwiegen.
Mehr Netto vom Brutto durch Mitarbeiter-Benefits: Möglichkeiten
Neben Steuerentlastungen, die 2026 ermöglichen, mehr Netto vom Brutto zu erhalten, gibt es eine weitere Möglichkeit der Lohnoptimierung: Mitarbeiter-Benefits. Der Gesetzgeber hat Arbeitgebern die Option eingeräumt, ihre Angestellten in verschiedenen Lebensbereichen finanziell zu unterstützen – sei es durch eine begünstigte oder steuer- und sozialabgabefreie Auszahlung.
Wir von Probonio ermöglichen es Ihnen als Arbeitgeber, Ihren Angestellten ein monatliches Plus zu gewähren, mit dem sie mehr Netto vom Brutto bekommen. Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?
Sachbezug: Sachbezüge ermöglichen es Unternehmen, bis zu 50 Euro im Monat pro Mitarbeiter steuerfrei aufzuwenden. Meist werden sie in Form von Gutscheinen bereitgestellt.
Essenszuschuss: Im Zuge eines Essenszuschuss können Arbeitgeber ihren Angestellten bis zu 7,67 Euro täglich oder 115,05 Euro im Monat steuerfrei gewähren. Das fördert übrigens auch die Leistung – denn ein Mitarbeiter, der sich gut und regelmäßig ernährt, bleibt gesund und leistungsstark.
Mobilitätsbudget: Von A nach B zu kommen, ist heute nicht mehr so günstig. Das Mobilitätsbudget schafft Abhilfe. Ein steuerfreier Arbeitgeberzuschuss für öffentliche Verkehrsmittel beeinflusst auch nicht die Pendlerpauschale!
Internetpauschale: Arbeitgeber können eine Internetpauschale in Höhe von bis zu 50 Euro monatlich steuerfrei bereitstellen.
Firmenfitness: Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist heute nicht mehr so günstig. Daher können Unternehmen im Zuge von Firmenfitness einen Zuschuss zahlen.
Dienstfahrrad: Spezielle Leasing-Verträge ermöglichen Mitarbeitern die Nutzung eines Fahrrads ihrer Wahl. Zu den besonders guten Konditionen gehört unter anderem, dass die Leasing-Raten direkt vom Bruttogehalt gezahlt werden.
Erholungsbeihilfe: Bis zu 156 Euro pro Mitarbeiter können Arbeitgeber jährlich gewähren, um die Erholung ihrer Angestellten zu fördern. Hinzu kommen 104 Euro für den Ehepartner und 52 Euro pro Kind. Die Besteuerung fällt pauschal mit 25 % an.
Betreuungskosten: Arbeitgeber können die Kosten für eine Betreuung der nicht-schulpflichtigen Kinder des Angestellten steuerfrei übernehmen.
Häufige Fehler vermeiden: So holen Sie wirklich das Maximum heraus
Um tatsächlich mehr Netto vom Brutto zu erhalten, sollte man gewisse Dinge berücksichtigen. Wir haben die häufigsten Fehler für Sie zusammengetragen, damit Sie es in Zukunft besser machen können.
1. Keine Steuererklärung machen.
Der erste Fehler ist wohl der größte: Wer keine Steuererklärung macht, kann sich auch kein Geld zurückholen. Viele Arbeitnehmer vergessen, dass die jährliche Steuererklärung ein wahrer Gamechanger ist. Es gibt einige Plattformen, über die jeder ganz simpel und ohne Vorkenntnisse seine Steuererklärung erstellen und einreichen kann.
2. Keine Werbungskosten absetzen.
Wenn man sich schon die Mühe macht und sich an die Steuererklärung setzt, sollte man nicht die Werbungskosten vergessen. Dabei handelt es sich um Ausgaben, die Arbeitnehmer in Verbindung mit der Arbeit hatten – zum Beispiel Kosten für den Arbeitsweg und für Arbeitsmittel. Gerade dann, wenn das Unternehmen gewisse Kosten nicht übernimmt, ist dies ein hervorragender Weg, mehr Netto vom Brutto zu erhalten.
3. Die falsche Steuerklasse wählen.
Wie viel Netto vom Brutto bleibt, hängt stark von der Steuerklasse des Angestellten ab. Je nach der familiären Situation wird man einer anderen Steuerklasse zugeordnet. Was sich dabei unterscheidet, ist die Lohnsteuer. Familien mit Kindern sowie Alleinerziehende sollen weniger belastet werden als Alleinstehende – das ist der Gedanke dahinter. Gerade Verheiratete sollten sich darüber informieren, welche Steuerklasse ihnen mehr Vorteile einbringt.
4. Keine Prüfung der Krankenversicherung machen.
In Deutschland besteht eine Pflicht zur Krankenversicherung – und das ist auch gut so. Immerhin springt sie im Krankheitsfall sowie bei Vorsorgeuntersuchungen ein. Doch es gibt nicht nur eine Krankenversicherung, sondern viele verschiedene Versicherer.
Der Beitrag für die Krankenversicherung wird genauso wie die Lohnsteuer und andere Abgaben direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Daher fällt vielen Arbeitnehmern gar nicht auf, wenn sie zu viel bezahlen. Vielleicht können Sie Geld sparen, indem Sie die Krankenversicherung wechseln. Es lohnt sich, das zumindest einmal zu überprüfen.
5. Keinen Lohnsteuerfreibetrag nutzen.
Um mehr Netto vom Brutto zu erhalten, sollte man unbedingt den Lohnsteuerfreibetrag nutzen. Diesen können Arbeitnehmer für einen Zeitraum von bis zu zwei Kalenderjahren beim Finanzamt beantragen. Bestimmte Ausgaben wie Fortbildungskosten, Fahrtkosten, hohe Krankheitskosten oder Kinderbetreuungskosten können als Freibetrag berücksichtigt werden. Er wird monatlich gewährt und nicht erst dann zurückerstattet, wenn die Steuererklärung eingereicht wurde.
Der Antrag nennt sich „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ und sollte bis spätestens Ende November des laufenden Jahres gestellt werden.
6. Alle Steuern zahlen.
Vielen Arbeitnehmern ist es nicht bewusst, doch es ist gar nicht verpflichtend, alle Steuern zu zahlen. Vielmehr gibt es Möglichkeiten, mehr Netto vom Brutto zu erhalten, indem man gewisse Steuern nicht zahlt.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Kirchensteuer. Wer ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen verdient und Mitglied einer katholischen oder evangelischen Kirche ist, muss sie entrichten. In den meisten Bundesländern fallen dafür 9 % an – nur Bayern und Baden-Württemberg erheben nur 8 %.
Gegen eine einmalige Gebühr kann ein Austritt beim zuständigen Amtsgericht, beim Standesamt oder im Bürgeramt veranlasst werden, um langfristig mehr Netto vom Brutto zu bekommen.
7. Lohnerhöhung statt Benefits.
Und zu guter Letzt sind immer noch viele Arbeitnehmer in der Annahme, dass sie mehr Netto vom Brutto erhalten, wenn sie eine Lohnerhöhung bekommen. Viel effektiver ist die Nutzung von Mitarbeiter-Benefits, da diese steuerfrei oder steuerbegünstigt gewährt werden.
Fazit: Wie Sie 2026 mehr Netto vom Brutto erhalten
2026 gibt es einige Möglichkeiten zur Steuerentlastung. Doch gerade Mitarbeiter-Benefits stehen im Fokus, wenn man mehr Netto vom Brutto erhalten möchte. Wir von Probonio helfen Arbeitgebern bei der Bereitstellung entsprechender Benefits. So können sich Angestellte über einen Zusatz zum Gehalt freuen, der begünstigt oder komplett steuerfrei ist.